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Die Auseinandersetzung mit der Weiblichkeitskonstruktion im Mittelalter beginnt in der mediävistischen Forschung erstmals in den späten siebziger Jahren auf. Diese Ansätze haben sich zu einer Forschungsrichtung entwickelt, den „Gender-Studies“, die auch an der Universität Zürich einen eigenen Studienschwerpunkt bilden.

Es erstaunt nicht, dass die Untersuchungen im Rahmen der Gender Studies und der feministischen Literaturwissenschaft die Frage nach dem Schweigen der Frauen in der mittelalterlichen Literatur stellen. Es hat sich das Schlagwort der "Frau ohne Stimme" etabliert, da die mittealterlichen Zeugnisse, die man zur Bestimmung weiblicher Selbstbefindlichkeit heranziehen könnte, meistens fiktionale Texte sind.

Die Trobairitz der okzitanischen Kultur, - das weibliche Gegenstück zu den Trobadours -, stellen in mancher Hinsicht ein einzigartiges, aber auch ein ziemlich begrenztes Phänomen in der mittealterlichen Literatur dar. So sind z.B. in Mitteleuropa keine weiblichen Minnesängeri...

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